Spenden

Matthäus 3,7–12:
Johannes entlarvt falsches Vertrauen und kündigt den Messias an

7 Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? 8 So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! 9 Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: »Wir haben Abraham zum Vater«. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken! 10 Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen! 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße ; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 12 Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.
Matthäus 3,7–12 (SCHL2000)

Die richtige Auslegung von Matthäus 3,7–12

Nachdem Johannes Israel zur Buße gerufen hat, weil das Reich der Himmel nahe herbeigekommen ist (Matthäus 3:1–6), konfrontiert er nun die Pharisäer und Sadduzäer, die zu seiner Taufe kommen. Ihre Zugehörigkeit zum Volk Abrahams wird sie nicht retten, wenn sie ohne Buße bleiben. Das Kommen des Messias stellt Israel damit vor einen entscheidenden Augenblick: Er wird für Sein Volk das Wirken des Geistes bringen, aber auch Gericht über diejenigen, die in ihrer Ablehnung verharren.

(V. 7)
«Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen?»

Johannes wendet sich an die Pharisäer und Sadduzäer, zwei einflussreiche Gruppen innerhalb des Judentums seiner Zeit.

Er nennt sie „Schlangenbrut“, eine scharfe Anklage, die deutlich macht, dass ihre religiöse Stellung sie vor Gott nicht automatisch in eine günstige Lage versetzt.

Zu der Taufe des Johannes zu kommen, genügte nicht, um dem Gericht zu entfliehen. Sie mussten wirklich auf den Ruf zur Buße antworten.

Der Ausdruck „der zukünftige Zorn“ kündigt ein Gericht an, das sich jener Generation Israels näherte. Johannes stellt es nicht als eine unbestimmt ferne Wirklichkeit dar, sondern als etwas Nahes, denn das Kommen des Messias stellte das Volk vor eine entscheidende Entscheidung.

Matthäus wird diese Warnung im weiteren Verlauf des Evangeliums entfalten, bis hin zu den Worten Jesu über das Gericht, das über jene Generation kommen würde.

(V. 8)
«So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind!»

Johannes fordert einen sichtbaren Beweis der Buße.

Wahre Buße besteht nicht nur aus Worten, Gefühlen oder der Teilnahme an einem Ritus, sondern bringt eine Lebensweise hervor, die dieser Umkehr entspricht.

Die Frucht bewirkt die Buße nicht und ersetzt sie auch nicht; sie zeigt vielmehr, dass die Antwort auf Gott echt ist.

(V. 9)
«Und denkt nicht, bei euch selbst sagen zu können: »Wir haben Abraham zum Vater«. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken!»

Johannes greift bereits die Sicherheit auf, auf die sie sich berufen könnten: „Wir haben Abraham zum Vater“.

Leibliche Nachkommen Abrahams zu sein, war innerhalb der Geschichte Israels ein echtes Vorrecht, doch dieses Vorrecht konnte eine gehorsame Antwort auf Gott nicht ersetzen.

Damit zerstört Johannes jedes falsche Vertrauen auf die Abstammung. Gott ist nicht auf diese Nachkommen angewiesen, um Seine Verheißungen zu erfüllen; Er vermag Abraham selbst aus Steinen Kinder zu erwecken.

Die leibliche Zugehörigkeit zu Israel nahm daher niemanden vom Ruf zur Buße aus und garantierte auch nicht, den Folgen der Ablehnung Gottes zu entgehen.

(V. 10)
«Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!»

Johannes verwendet das Bild von Bäumen, die kurz davorstehen, gefällt zu werden.

Die Aussage „die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gelegt“ unterstreicht die Dringlichkeit der Warnung. Das Kommen des Messias hat Israel vor einen entscheidenden Augenblick gestellt.

Es genügte nicht, durch natürliche Abstammung zum Baum Abrahams zu gehören. Jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbrachte, würde abgehauen werden.

(V. 11)
«Ich taufe euch mit Wasser zur Buße ; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, sodass ich nicht würdig bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.»

Johannes richtet die Aufmerksamkeit nun auf denjenigen, der nach ihm kommt.

Seine Taufe mit Wasser gehört zur Vorbereitung des Volkes auf das Kommen des Reiches, doch der Messias wird etwas tun, was Johannes nicht tun kann: Er wird mit Heiligem Geist und Feuer taufen.

Die Verheißung des Geistes war bei den Propheten mit dem erneuernden Wirken verbunden, das Gott an Seinem Volk vollbringen würde. Johannes kündigt damit an, dass Jesus die Vollmacht besitzt, das zu geben, was zum neuen Handeln Gottes gehört.

Die Überlegenheit des Messias ist so groß, dass Johannes erklärt, nicht einmal würdig zu sein, Ihm die Schuhe zu tragen, eine Aufgabe, die einem Diener zukam.

(V. 12)
«Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne gründlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer.»

Johannes verwendet nun das Bild der Getreidereinigung.

Mit der Wurfschaufel wurde der brauchbare Weizen von der Spreu getrennt. Ebenso wird das Kommen des Messias eine Scheidung bewirken: Der Weizen wird gesammelt, die Spreu dagegen dem Feuer übergeben.

Diese Sprache setzt die vorherige Warnung fort. Die Axt liegt schon bereit, und die Wurfschaufel ist in Seiner Hand. Johannes stellt den Messias nicht nur als denjenigen vor, der das Wirken des Geistes bringt, sondern auch als Richter.

Im unmittelbaren Zusammenhang gehören diese Bilder zur Ankündigung eines nahen Gerichts über das Israel, das den Ruf zur Buße ablehnen würde.

Zugleich zeigt der Ausdruck „unauslöschliches Feuer“, dass jenes historische Gericht die richterliche Vollmacht des Messias nicht erschöpft. Christus besitzt die Vollmacht, diejenigen zu bewahren, die Ihm gehören, und schließlich Gottes Gericht über diejenigen zu vollstrecken, die in ihrer Auflehnung verharren.

Implikationen

  • Religiöse Zugehörigkeit ersetzt keine Buße: Von Abraham abzustammen befreite niemanden davon, Gott wirklich zu antworten.
  • Wahre Buße bringt Frucht hervor: Eine echte Antwort auf Gottes Ruf zeigt sich in der Lebensweise.
  • Das Kommen des Messias stellt Israel vor eine dringende Entscheidung: Johannes kündigt einen nahen Zorn über diejenigen an, die in ihrer Ablehnung verharren.
  • Jesus ist Johannes überlegen und tauft mit Heiligem Geist und Feuer: Der Täufer bereitet das Volk vor, doch der Messias vollbringt das Werk, das nur Er tun kann.
  • Der Messias übt auch Gericht aus: Die Bilder von Axt, Wurfschaufel und Feuer stellen Christus als denjenigen vor, der trennt und richtet.

Anwendungen

  • Verlass dich nicht auf religiöse Vorrechte: Tradition, Familie oder biblisches Wissen ersetzen keine echte Antwort auf Gott.
  • Prüfe die Frucht deiner Buße: Was du vor Gott erkennst, muss sich auch in deiner Lebensweise widerspiegeln.
  • Erkenne die Autorität Jesu Christi an: Er ist nicht nur Retter, sondern auch der von Johannes angekündigte Richter.
  • Verlass dich auf das Werk, das nur Christus vollbringen kann: Johannes konnte mit Wasser taufen, doch allein der Messias tauft mit Heiligem Geist und Feuer.
  • Nimm Gottes Ruf ernst, solange du darauf antworten kannst: Johannes stellt das Kommen des Königs als einen Augenblick dar, der eine Entscheidung verlangt.

Zusammenfassung

In Matthäus 3,7–12 konfrontiert Johannes der Täufer die Pharisäer und Sadduzäer und warnt sie davor, ihre Abstammung von Abraham an die Stelle wahrer Buße zu setzen. Die Axt ist „schon“ an die Wurzel gelegt und unterstreicht damit die Dringlichkeit seiner Warnung. Johannes richtet die Aufmerksamkeit dann auf den Messias, der weit stärker ist als er und mit Heiligem Geist und Feuer taufen wird. Schließlich stellt er den Messias durch die Bilder von Wurfschaufel, Weizen und Spreu auch als Richter vor. So bringt das Kommen Jesu das verheißene Wirken des Geistes und stellt Israel vor eine Entscheidung, die nicht aufgeschoben werden kann.

Gebet

Unser Vater, wir danken Dir, dass Du durch Johannes Dein Volk vor dem öffentlichen Auftreten des Messias zu wahrer Buße gerufen hast.

Bewahre uns davor, auf Vorrechte, Traditionen oder religiösen Schein zu vertrauen, während unser Herz fern von Dir bleibt.

Hilf uns, Früchte hervorzubringen, die der Buße würdig sind, und ernsthaft auf Dein Wort zu antworten.

Wir danken Dir für Jesus Christus, der weit größer ist als Johannes und die Vollmacht besitzt, mit Heiligem Geist und Feuer zu taufen und mit vollkommener Gerechtigkeit zu richten.

Lass uns Seine Autorität anerkennen, Seinen Ruf in Demut annehmen und gehorsam vor Ihm leben.

Darum bitten wir Dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus. Amen.

Autor der Studie: Enrique Contreras
Verwendeter biblischer Text

Die Bibel Schlachter 2000
Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft
Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung.
Alle Rechte vorbehalten.
bibelgesellschaft.com/de

Preferencias de privacidad

Gestiona las funciones locales de lectura y las estadísticas de este dispositivo.

Funciones de lectura en este dispositivo

Estas opciones guardan únicamente en este dispositivo el progreso o el contenido que elijas descargar.

Recordar mi progreso de lectura en este dispositivo

Guarda durante un plazo limitado el último estudio o tema consultado. Puedes borrarlo aquí o desde la configuración del navegador.

Lectura sin conexión

Los libros que descargues se guardarán en este dispositivo hasta que los elimines.

Estadísticas

Si aceptas, Google Analytics medirá de forma limitada el uso del sitio. Antes de aceptar, al rechazar o al retirar el consentimiento no enviamos medición analítica a Google.

Estado: Pendiente